Impfungen Hund & Katze

Impfungen bei Hunden

Am häufigsten werden Kombinationsimpfstoffe gegen Tollwut, Staupe, Leptospirose, Parvovirose und Hepatitis contagiosa canis verwendet. Zusätzlich gibt es noch Varianten mit Zwingerhustenkomponenten; die Impfung erfolgt 2 x im Abstand von 4 Wochen, danach 1 x jährlich, bei bestimmten Komponenten auch erst alle 2 - 3 Jahre. Junge Hunde können - mit Ausnahme der Tollwut - ab der 8. Woche geimpft werden. Der Impfzeitraum bei der Tollwutimpfung kann sich je nach verwendetem Impfstoff auch auf alle zwei bis drei Jahre ausdehnen.

Auch wenn derzeit kein Tollwutschutzgebiet in unserer Gegend besteht, ist vor allem beim Hund eine Tollwutschutzimpfung erforderlich. Die Bestätigung der erfolgten Impfung wird einerseits – auch innerhalb der EU – bei jedem Grenzübertritt gefordert (siehe EU-Heimtierausweis), zum anderen kann es zu Problemen kommen, wenn Ihr Hund einen Menschen beisst und keine Tollwutimpfung bekommen hat. Bei einem nicht korrekt geimpften Tier muss bei Bissverletzungen auch eine tatsächliche Tollwutinfektion in Betracht gezogen werden und dies kann zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Gegen die Tollwuterkrankung gibt es keine Therapie, Therapieversuche sind außerdem verboten. Die Prognose ist für Mensch und Tier nach Ausbruch der Krankheit infaust.

Die Staupe betrifft hauptsächlich den Atmungs- und Verdauungstrakt sowie das ZNS. Die Ansteckung erfolgt meist über Tröpfcheninfektion. Die Symptome reichen von Husten, Atemnot und Nasenausfluss bis hin zu Veränderungen am Nasenspiegel und an den Ballen bzw. diversen neurologischen Symptomen. Auch hier gibt es keine Therapie, lediglich eine symptomatische Therapie ist möglich. Bei milden Formen ist die Prognose günstig, bei schweren Formen ungünstig.

Die Leptospirose wird durch Bakterien verursacht; die Infektion erfolgt über Fleisch, Futtertiere, Bisse, beim Deckakt aber auch über infektiösen Harn. Der Erreger vermehrt sich sehr rasch in der Blutbahn, es kommt zu Fieber, Erbrechen, Schwäche, Durchfall und sehr oft ist auch die Leber mitbetroffen.

Die Parvovirose hat auch heute noch eine große Bedeutung und kann als die häufigste infektiöse Todesursache beim Hund gesehen werden. Hauptinfektionsquelle ist der Kot infizierter Tiere, aber auch die Übertragung im Mutterleib ist möglich. Plötzlicher Durchfall, Erbrechen und Fieber sind die häufigsten Symptome.

Hepatitis contagiosa canis ist die ansteckende Leberentzündung und wird über Maul und Nase aufgenommen. Die Tiere fressen weniger bis nichts, haben vermehrten Durst, aber auch Erbrechen und Durchfall, schmerzen im Bereich der Leber und häufig kommt es durch deren Erkrankung auch zur Gelbfärbung der Schleimhäute. Auch hier ist nur eine symptomatische Behandlung möglich, je akuter die Krankheit verläuft, desto ungünstiger ist auch die Prognose.

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung, die beim Hund mit den Symptomen Inappetenz, Fieber, wechselnden Lahmheiten sowie Schwellungen von Gelenken auftritt. Zur Prophylaxe gibt es einerseits verschiedene Zeckenpräparate (meist in Ampullenform zum Auftragen am Tier), empfehlenswert ist aber auch die Impfung gegen Borreliose (2 x im Abstand von 4 Wochen - bevorzugt am Ende des Winters - danach 1 x jährliche Auffrischung)

Impfungen bei Katzen

Impfungen sind ab der 8. bzw. 12. Woche möglich, für einen vollständigen Impfschutz benötigt die Katze eine Grundimmunisierung (2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen) mit 1 x jährlicher Auffrischung, je nach Komponente auch in längeren Abständen.

Jede Katze, egal ob Freigänger oder nicht, sollte zumindest gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft sein.

Die Katzenseuche wird durch eine Virusart verursacht, welche Symptome wie Apathie, Fieber, Erbrechen und Durchfall hervorruft. Der Katzenschnupfen wird durch mehrere Virusarten und Bakterien verursacht, welche hauptsächlich durch direkten Kontakt übertragen werden. Aber auch ohne direkten Kontakt unter Katzen kann es zu einer Erkrankung kommen, da diese Viren z.B. auch mit dem Schuhwerk nach Hause getragen werden können. Symptome sind Schnupfen, Fieber, Atemnot, Husten, geschwollene Lidbindehäute oder auch Zungengeschwüre.

Die Leukose wird durch das feline Leukämievirus verursacht; die Übertragung unter den Katzen erfolgt durch engen Kontakt mit einem infizierten Tier. Ausgeschieden wird das Virus hauptsächlich über den Speichel, aber auch über Kot und Harn. Beim Fressen oder beim Benutzen derselben Katzenkisterln, aber auch bei der Fellpflege, kann eine Übertragung erfolgt. Katzenwelpen können schon in der Gebärmutter oder aber über die Milch infiziert werden. Das Leukosevirus kann einerseits zu Tumoren in verschiedenen Organsystemen führen, andererseits aber zur Schwächung des Immunsystems; dadurch können vermehrt Sekundärkrankheiten auftreten. Weiters kann es zur Blutarmut, zu neurologischen Störungen, aber auch zu Fortpflanzungsstörungen kommen. Um festzustellen, ob Ihre Katze mit dem Leukosevirus in Kontakt war ist es wichti g, vor der Impfung einen Bluttest / Schnelltest zu machen, da eine bereits bestehende Infektion durch eine Impfung nicht eliminiert wird und eine Impfung bei einem Leukose-positiven Tier keine Schutzwirkung haben kann.

Die feline infektiöse Peritonitis (FIP) wird durch Coronaviren verursacht. Diese ansteckende Bauchfellentzündung ist eine der wichtigsten Infektionskrankheiten bei der Katze und leider eine der häufigsten Todesursachen. Diese Virusart hat sich aus Viren entwickelt, welche eine Enteritis, also eine Darmentzündung, hervorrufen. Die Übertragung erfolgt einerseits über infizierte Muttertiere, andererseits über kontaminierte Gegenstände, das Virus wird über Maul & Nase aufgenommen. Die Symptome sind ziemlich unspezifisch und erschweren eine genaue Diagnose; sie reichen von Fieber, Lustlosigkeit und Fressunlust bis hin zu Ansammlung von Flüssigkeit in Körperhöhlen. Antikörper gegen diese Virusart können in Bluttests nachgewiesen werden, allerdings sind dies Antikörper gegen feline Coronaviren, welche – wie oben beschrieben – ja auch andere Erkrankungen als die FIP verursachen können. Ein positiver Bluttest bedeutet somit, dass die Katze Kontakt mit dem Virus hatte; dies kann aber genauso eine Infektion mit der enteralen Form gewesen sein und bedeutet deswegen nicht, dass die Katze FIP hat.

Freigänger unter den Katzen können zusätzlich gegen Tollwut geimpft werden.