Equidenpass / Mikrochip

In der EU-Richtlinie wird wie folgt festgelegt:

  • Jedes Pferd, das seinen Stallbereich, Anlage, Bauernhof verlässt und an einen anderen Ort gebracht wird, unabhängig, ob es geritten, gefahren oder transportiert wird (auch innerhalb von Österreich), muss ab 1.7.2000 im Besitze eines Pferdepasses (Equidenpasses) sein.
  • Um festzustellen, ob ein Pferd zur Schlachtung bestimmt ist und somit nur mit bestimmten Arzneimittel behandelt werden darf, ist vom Besitzer anzugeben, ob das Pferd zur Schlachtung vorgesehen ist oder nicht. Falls das Pferd zum Verzehr geschlachtet werden soll, hat jeder behandelnde Tierarzt verabreichte Medikamente (lt. Verordnung EWG Nr. 2377/90) in den Pass einzutragen.

Der Besitzer des Pferdes kann beim Bundesfachverband für Reiten und Fahren in Österreich per eMail ein Antragsformular bestellen. Genaueres finden Sie unter www.fena.at

Der Besitzer muss danach die Daten des Pferdes und seine eigenen Daten eintragen; die Beschreibung des Pferdes sowie die Erstellung eines Diagramms, in welchem Abzeichen, Wirbel, Narben und dgl. eingezeichnet werden, muss von einem Tierarzt durchgeführt werden; jedes Pferd, für das ein neuer Pass ausgestellt wird, muss auch mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden.

Mikrochip beim Pferd

Laut der EU-Verordnung 504/2008 müssen alle Equiden, für die ein Pferdepass ausgestellt wird, zusätzlich mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden.

Pferde, die vor dem 1.7.2009 ordnungsgemäß identifiziert wurden, gelten auch weiterhin als identifiziert, auch wenn sie nicht gechipt wurden, sofern sie einen korrekten Pferdepass haben und eine Lebensnummer vergeben wurde. Allerdings müssen sie vom Aussteller des Pferdepasses in die Datenbanken eingetragen werden (kostenpflichtige Registrierung). Die Lebensnummer – bisher neunstellig – gilt weiter, es werden allerdings 6 neue Stellen für die Kennung der Datenbanken vorangestellt.

Fohlen, die nach dem 30.6.2009 geboren werden, sowie alle übrigen Pferde, die bis 1.7.2009 noch nicht korrekt identifiziert wurden, müssen nach der neuen EU-Verordnung identifiziert und gechipt werden.

Wir weisen Sie darauf hin, dass bei Pferden, welche keinen Equidenpass resp. Mikrochip haben, erhebliche Probleme mit der Verwaltungsbehörde auftreten können, insbesondere in Zusammenhang mit dem Ableben des Tieres.

Die TKV ist verpflichtet, bei der BH Meldung zu erstatten und es kommt zu einer finanziell aufwendigen Verwaltungsstrafe!